Mittwoch, 23. Oktober 2013

Guck' doch mal.

Instagram - einige Schnappschüsse.

Wer Lust auf mehr hat, hier entlang: 








Montag, 21. Oktober 2013

So oder so.

Gemütstief. Mal wieder.
Seit etwa 2 Wochen, meine ich.
Und sicher auch nicht ganz so schlimm, wie zuvor.
Aber dennoch quälend.
Quälender Allgemeinzustand.

Begonnen hat es mit einer Facharbeit, für die ich lange am Schreibtisch sitzen musste. Das führte zu Nackenschmerzen vom Feinsten (ich bin da eh sehr empfindlich). Kopfschmerzen waren somit auch nicht mehr wegzudenken, diese plagen mich bis heute täglich. Und auch wenn ich mich immer weigere, ich greife doch zur (halben) Schmerztablette. Ein Kreislauf: Sofern ich Nackenbeschwerden habe, verschlechtert sich auch meine Gemütslage. Spiralenförmig drehe ich mich darin. Ich habe kaum Hunger, bin derbe unmotoviert und kann grundsätzlich nur schlafen. Wenn man dann aber noch im Hinterkopf hat, dass das Studiumsende mit großen Paukenschlägen und viel Arbeit naht, dann drückt das. Im Kopf. Und auf die Schultern. Die Spirale dreht sich also weiter. Nur, wie steig' ich da aus?

Im August habe ich den wohl tollsten Nebenjob begonnen - als Werkstudent. Ich glaube kaum, dass es einen besseren Job gibt - sowohl von der Bezahlung als auch vom Arbeitsklima. Trotzdem stellt es gerade jetzt, wo ich effektiv jede Zeit nutzen muss, eine Belastung dar. Vor allem hinsichtlich meines Kindes. Ich möchte zumindest an den Wochenenden etwas alltagsunbelastete Zeit mit ihr verbringen, denn die gibt mir niemals jemand wieder. Die Entscheidung habe ich lange mit mir herumgetragen, nun aber gefällt: Den Job gebe ich vorerst auf. Und es befreit mich ein Stück weit. Es ist eine Verpflichtung weniger, ein bisschen Zeit mehr. Ein kleiner Schritt in die momentan richtige Richtung.

Und ihr so?
Hat euch der Herbstblues auch gepackt?
Bei mir tut der jährlich sein Übriges. Von Tag zu Tag mehr grau, weniger bunt, mehr Regen, weniger Leben da draußen. Da hilft nur: Tee + Musik  + Decke (+ Lappi + Bücher).

Macht es euch schön!





Dienstag, 8. Oktober 2013

Neulich im Schuhladen...


Eine Schlange an der Kasse im Schuhladen, mit mir und dem Kind an derem Ende.
Es kommt eine junge Mutti mit einem etwa 8 Monate altem Kind hinzu. Die Schuhe, die sie kaufen möchte, stehen auf dem Buggy-Kinder-Wagen etwas wackelig und fallen runter.

"Oooooh. Jetzt hat die Mama deine Schuhe runterfallen lassen. Aber die brauchst du ja, mein Schatz - nich' wahr?" [in einer Lautstärke, dass es unangenehm war, vor ihr zu stehen]

Sie hebt die Schuhe auf und setzt dich dann in die Hocke, um vor dem Kind wild zu gestikulieren. Dabei schaut sie auf die Taschen, die unmittelbar an der Kasse stehen und wendet sich Ihnen zu.

Mit einer Tasche in der Hand fragt sie ihr Kind:
"Schatzilein, ist DIE Tasche nicht TOOOOOLL? Jaaa? Gefällt dir die?" [Die Stimme wird höher. Zu hoch.]
Sie zeigt dem Kind die Tasche.
"Ja gut, ich nehme die mit."

Äh ja.

Es folgte eine zweisekündige Intentionspause.
Dann erneut:

"Schatzilein, wollen wir ein Lied singen? Ko...."

Endlich. Endlich darf ich gaaanz schnell bezahlen und gehen. Danke!

Beim Verlassen des Ladens guckt mein Kind, das bis dahin alles ruhig beobachtete, zu mir hoch und sagt: "Mama, die war ein bisschen komisch, oder?"




Dienstag, 24. September 2013

Fremdkörper

Zwei Tage nach meiner "Ansage" klingelt das Telefon. 'Mutti' steht auf'm Display. Aha.

"Naaa..."
"Hallo. Bist du Zuhause? Oder ist es gerade schlecht?"
"Nee, ich bin da...!?"
"Ich bin in der Stadt und würde dann jetzt mal vorbeikommen?!"

Oha.
Staatsbesuch.

Fix Checkliste abarbeiten:
- Geschirr weggeräumt?
- Wohnzimmer aufgeräumt?
- Haare ausm Waschbecken gefischt?
- Katzengeruch?
- Staub gewischt?
- Roter Teppich ausgerollt?

Empfangsbereit.

Ich sehe sie kommen und öffne die Tür. Sie war gut gelaunt und unecht nett.
Meinerseits war pure Distanz spürbar. Ich fühlte mich überhaupt nicht wohl, sie bei mir zu haben. Ich wusste nicht einmal, wie ich mit ihr umgehen soll. Ein fremdkörperartiges Gefühl. Es war direkt spürbar, dass sie nicht zu mir gehört. Oder ich nicht zu ihr. Aber dieses Mal fühlte ich das. Und trotzdem es ungewohnt war, war es nicht unangenehm.
Aber auch hier kam es nicht zu einer möglichen Reaktion ihrerseits auf unser Gespräch. Weiterhin wird es totgeschwiegen. Wir smalltalkten also notgedrungen etwa 30 Minuten. Zum Glück war mein Töchterchen da, die stets für Auflockerungen sorgte.
Dieses Mal wurde auch nicht die Nase gerümpft, nichts vermessen, nichts kritisiert. Logo, der Mann war ja auch nich' mit am Start.

Wir verabschiedeten uns. Sie merkte doch irgendwie, dass mir ihre Anwesenheit nicht so gefallen hat. Das widerrum tat mir schon fast leid.
Zum Abschied gab sie ihrem Enkelkind einen Kuss.
Dieses verabschiedete sich auf ihre Art:  liebevoll mit einem 'Rülpser'.




Montag, 16. September 2013

Heute

Ich traf auf eine äußerst gut gelaunte Mutter in den Räumen der Bank.
Mein Verhalten war relativ neutral. Freundlich, aber nicht überheblich.
Der Banktermin war recht schnell vorbei.

"Mutti, hast du jetzt noch ein bisschen Zeit?"
"Klar. Aber ich dachte Oma kocht uns zum Mittag noch unser Lieblingssüppchen? Kommt, wir kaufen alles ein."

Oh nein. Warum heute. Nie macht sie sowas. Nie interessiert sie sich für ihre eigene Mutter. Nie. Aber heute. Wo ich doch so viel vorhatte.

Ich war irritiert.
Wir kauften gemeinsam ein. Danach fuhr ich erstmal mit meiner Mutter alleine zu ihr nach Hause. Mir war mulmig. Und sie einfach gut drauf. Nett. Freundlich. Leicht mütterlich. So, wie sie sein kann, wenn der Stiefvater nicht in der Nähe ist.
Ich grübelte. Wie ich wohl am Besten anfange. Es dauerte ca. 60 Minuten Smalltalk, bis ich soweit war. Und ich sagte alles, auf geheimes Anraten meiner Oma beim Einkauf, sachlich und ruhig - was mich tatsächlich Kraft kostete. Ich wäre viel lieber emotional, dann aber auch sicher bösartig, gewesen.

Ich habe sämtliche Fakten genannt. Meine Gefühle. Meine Empfindungen.
Geknüpft an die Ereignisse vom Samstag, ausgeweitet auf allgemeine Störfaktoren. Alles.
Sie saß mir lediglich gegenüber. Und schwieg. Keine Erwiderung, keinerlei Resonanz, keine Antwort.
Nur im Nachgang hin und wieder eine Erklärungsversuch zur Inschutznahme ihrer Männer.
Und so schwiegen wir es dann beide tot. Ich hatte alles gesagt.

Das Süppchen bei Oma war lecker und die Atmosphäre tatsächlich auch gut. Wie lange war das her, dass wir 3 gemeinsam am Tisch saßen. Irgendwie war es schön.

Und doch fühlte ich mich unzufrieden. Unzufrieden mit dem Schweigen meiner Mutter.